Ein Erfahrungsbericht
Als mein Mann vor 5 Jahren arbeitslos wurde, fing ich an, mich für eine seriöse Heimarbeit im Bereich Schreibarbeiten zu interessieren. Meinen Beruf als Apothekenhelferin übe ich schon seit über 10 Jahren nicht mehr aus, und ehrlich gesagt hatte ich auch keine Lust, wieder den ganzen Tag in einem Laden herumzustehen.
Mir schwebte eine Heimarbeit am PC vor, die ich bequem erledigen konnte, wenn ich Lust dazu hatte. Doch nachdem ich mich ein wenig umgeschaut hatte, wurde mir schnell klar, dass es zwar viele Angebote für Heimarbeit gab, aber wenig seriöse und kaum Schreibarbeiten dabei waren. Das meiste, was unter Heimarbeit am PC angeboten wurde, waren irgend welche dubiosen Systeme, mit denen man angeblich 500.000 Euro und mehr in 7 Monaten oder weniger verdienen konnte. Zum Glück habe ich mich nie auf so etwas eingelassen und habe weiter die Augen nach einer seriösen Möglichkeit offen gehalten. Durch Zufall kam ich dann an meinen ersten Auftrag.
Eine Freundin, die in einem Krankenhaus arbeitet, rief mich an und fragte, ob ich Interesse hätte, einige Schreibarbeiten für einen Arzt zu erledigen. Dieser Arzt hatte beim Krankenhaus angefragt, ob dort jemand für Ihn Berichte in Heimarbeit schreiben würde. Natürlich sagte ich sofort zu und freute mich über meinen ersten Auftrag.
So fing ich an: meine ersten Schreibarbeiten
Für die erste Zeit meiner neuen Heimarbeit teilte ich mir den PC mit meinen Kindern, die mir auch sehr behilflich waren, die nötigen Programme zu erlernen, denn bisher hatte ich meine privaten Schreibarbeiten immer noch mit der Schreibmaschine getippt, was natürlich für heutige professionelle Zwecke in keinem Fall mehr ausreicht. Der Arzt stellte mir ein Diktiergerät, da musste ich also nicht noch investieren. Dieses kleine Diktiergerät lässt sich mit den Füßen bedienen, also Pause und spulen kann ich machen ohne die Hände von der Tastatur zu nehmen. Die Mikrokassetten bekomme ich per Kurier und schicke diese auch so wieder zurück, ich muss also noch nicht mal dauernd zum nächsten Briefkasten laufen. Die fertig geschriebenen Berichte schicke ich per Email an den Arzt, dieser druckt den Bericht aus, korrigiert ihn und schickt den Ausdruck zur Korrektur wieder an mich. Bezahlt werde ich per Seite, also ich bekomme 2 Euro für eine DIN A4 Seite, die Korrekturen werden natürlich nicht extra bezahlt. Da muss man schon einiges tippen, damit ein akzeptabler Betrag zusammen kommt. Am Anfang hat sich die ganze Schreibarbeit auch kaum gelohnt, weil nur hin und wieder mal etwas für diesen Arzt zu erledigen war. Inzwischen ist es mehr geworden, ich denke, dass der Auftraggeber auch erstmal gucken will, wie man arbeitet.
Vor einigen Monaten habe ich noch einen weiteren Auftrag erhalten, wieder durch Zufall, diesmal über meine Schwester, die auch in Heimarbeit Schreibarbeiten für Krankenhäuser erledigt. Diesmal ging es aber um etwas ganz anderes, und zwar musste ich Berichte von Vertretern tippen, die für ein Unternehmen, dass chemische Granulate herstellt, Kunden besuchen. Nach dem Kundenbesuch sprechen die Vertreter Ihren Bericht wiederum auf ein Diktiergerät und ich bekomme die Mikrokassetten dann zum Abtippen. Anfangs war dies sehr schwer, da es in den Berichten viele Fachausdrücke gibt, die ich nicht kannte, aber mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt und kenne die meisten Begriffe in und auswendig. Diese Firma bezahlt mir pro Zeile 0,10 Euro.
Heute habe ich mir mit meiner Schreibarbeit ein recht passables Einkommen aufgebaut. Das Problem ist, dass die Aufträge immer noch recht unregelmäßig kommen. Manchmal habe ich gar nichts zu tun, und dann gibt es wieder Zeiten, da sitze ich die ganze Nacht über meiner Heimarbeit am PC. Ich bin aber froh, dass ich so von Zuhause aus arbeiten kann.
Achso, für diese Heimarbeit habe ich mir einen Gewerbeschein geholt, das hat 20 DM gekostet. Versichern usw. muss man sich natürlich selber, weil man ja selbständig arbeitet.
Schreibarbeiten in Heimarbeit erledigen
Die Vorteile:
- man kann bequem von Zuhause aus arbeiten
- keine großen Investitionen, wenn ein PC vorhanden ist
- ich werde nach Leistung bezahlt
- keine hohen Voraussetzungen ausser schnell tippen
Die Nachteile:
- schwer an Aufträge ranzukommen
- sehr unregelmäßiges Arbeitsaufkommen und damit Einkommen
- bei Fachthemen teilweise schwierige Einarbeitung
- Bezahlung ist eher niedrig
Wer bietet Schreibarbeiten in Heimarbeit an:
- Ärzte
- Krankenhäuser
- Rechtsanwälte
- Architekten
- große Schreibbüros (Mitarbeit in Heimarbeit)
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Hallo, sehr interessant Ihr Artikel, wäre vielleicht auch etwas für mich.
Wenn pro Seite 2 Euro bezahlt werden, kommt es ja auch darauf an in welcher Schriftgröße man schreibt.
Danke für Info und Grüße von Marlies
Sehr schöner Text. Bei meiner damaligen Suche nach einer angenehmen und vor allem seriösen Heimarbeit bin ich auf die Seite von Textprovider gestoßen. Ich arbeite jetzt seit 2 Monaten dort, man kann davon zwar nicht leben, aber wenigstens kann man sich je nach Auftragslage ein paar Euro dazu verdienen.
Wer interessiert ist: Textprovider