Network Marketing – Schneeballsystem oder seriöses Geschäftsmodell?


Im Network Marketing werden Produkte oder Dienstleistungen in einem Netzwerk von Vertriebspartnern und Verbrauchern weiterempfohlen. Der Vertriebspartner erhält für das (erfolgreiche) Weiterempfehlen eine Provision und ist auch an den Empfehlungen bzw. Verkäufen der von ihm ins Netzwerk eingebrachten weiteren Vertriebspartner beteiligt. Beispiele für Unternehmen, die Ihre Produkte im Network Marketing vertreiben, sind z.B. Amway, Herbalife und Unicity Network. Auch große Unternehmen wie Coca-Cola, Toyota und IBM setzen in Teilbereichen auf diesen modernen Vertriebsweg.

Die meisten Produkte im Network Marketing stammen aus den Bereichen Beauty & Wellness, und das hat einen guten Grund. Zum einen verbrauchen sich diese Produkte und werden vom Verbraucher in vielen Fällen regelmäßig nachgekauft, sofern die Qualität des Produktes überzeugt hat. Zum anderen besitzen diese Produkte oft einen hohen Emotions-Faktor, der die Begeisterung, mit der ein Produkt weiterempfohlen wird, steigern kann. Stellen Sie sich jemanden vor, der mit einem Diätprodukt 25 Kilo abgenommen hat. Natürlich wird dieser von “seinem” Produkt überzeugt sein und diese Begeisterung auch an andere weitergeben können.

Das schnelle Geld lässt sich auch im Network Marketing kaum verdienen. Leider wird gerade in dieser Branche immer wieder mit Verdienstmöglichkeiten geworben, die zwar von einigen Ausnahmepersönlichkeiten durchaus erreicht werden, für den durchschnittlichen Vertriebspartner jedoch für immer Utopie bleiben. Wie in jedem Geschäft sind außergewöhnliche Erfolge im Network Marketing das Ergebnis von außergewöhnlichen Leistungen. Und die kann und will nicht jeder bringen.

Wie sieht es mit einem Nebenverdienst im Network Marketing aus? Es ist durchaus möglich, ein paar Hundert Euro im Monat als Zusatzverdienst zu realisieren. Dieses Einkommen ist über einen längeren Zeitraum auch durchaus steigerbar. Wenn Sie aber sofort Geld benötigen, wird diese Möglichkeit wahrscheinlich kaum für Sie in Betracht kommen. Denn meistens benötigt der Aufbau eines Kundenstammes und evtl. einer Vertriebsorganisation mind. sechs bis zwölf Monate, und in dieser Zeit sind eher Investitionen als Gewinne zu erwarten. Während bei vielen Network Marketing Unternehmen für den Einstieg der Erwerb einer mehr oder weniger umfangreichen Ausstattung an Produkten für Vorführung und Verkauf zumindest empfohlen wird, gibt es auch andere Unternehmen, die Waren direkt an den Verbraucher versenden, so dass der Vertriebspartner kein Warenlager betreiben muss. Aber auch hier sollten die Kosten für Telefon, Werbematerial, Anzeigen, Fahrtkosten und die Teilnahme an Schulungen und Seminaren bei der Entscheidung für oder gegen den Einstig in ein Network Marketing Geschäft berücksichtigt werden.

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{ 4 comments… read them below or add one }

Herbalife 12. Mai 2009 um 11:18

Für mich als mutter is ist Heimarbeit die rechte Wahl ABER, muss ich sagen: vertreiben Sie kein Produkt von dem Sie nicht zu 100 % überzeugt sind! Gerade am Anfang, wenn Sie erst einmal investieren müssen, ist es unerlässlich voll hinter dem Konzept der Heimarbeit zu stehen und sich mit dem Produkt, sowie der Firma für die Sie arbeiten, identifizieren zu können.
Viel Glück!

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Anke Hoyer 22. Oktober 2009 um 10:00

Auch ich bin Mutter von zwei schulpflichtigen Kinder und musste vor kurzem meinen Minijob als Kassiererin wegen Krankheit aufgeben. Daher kam mir die Gelegenheit bei active system anzufangen gerade recht. Meiner Vorrednerrin kann ich mich nur anschließen. Man muss von den Produkten voll und ganz überzeugt sein. Für mich kann ich nur sagen, es war eine gute Entscheidung und ich erfreue mich jeden Tag an meiner Arbeit!

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NIGA-Weinvertrieb 27. März 2010 um 13:59

Den beiden Kommentaren ist voll und ganz zuzustimmen.
Wichtig ist, dass die Produkte, die man empfiehlt, immer wieder gerne nachgekauft werden.
Wichtig: jede Geschäftsgründung ist mit Kosten verbunden.
Wer hier denkt, umsonst ist besser, der darf nichts großartiges erwarten! Vor allen Dingen keine großen Verdienste.
Skeptisch sollte man sein bei Angeboten, die einem Millionen innerhalb weniger Monate versprechen.

Realistisch ist jedoch, dass man mit einem guten Networkunternehmen durchaus von zu Hause , als Nebenjob oder hauptberuflich durchaus viel mehr Geld verdienen kann als in einer Festanstellung.

Auf jeden Fall ist es angenehm und von Vorteil, wenn man selbst entscheiden kann, wann und wieviel man arbeitet.

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James Blond 16. Juli 2010 um 10:26

Zitat von Anke Hoyer am 22. Oktober 2009 um 10:00:

“Meiner Vorrednerrin kann ich mich nur anschließen. Man muss von den Produkten voll und ganz überzeugt sein.”

Was heißt das, voll und ganz überzeugt zu sein? Etwa, dass man die Produkte selber kauft, kaufen soll/muß? Das ist der Trick der ganzen MLM-Branche: “Du mußt das Produkt schon selber nutzen, sonst wirkst du gegenüber deinen Kunden nicht glaubwürdig”, heißt es. So generiert man Eigenumsatz, persönlichen Verbrauch mit seinen eigenen Vertriebsleuten.

Das ist in etwa so, als würde VW seine Mitarbeitern dazu verpflichten, dass, wenn sie weiterhin beschäftigt bleiben wollen, alle 2 Jahre einen Wagen der eigenen Produktion abnehmen. Natürlich macht das VW nicht, das Unternehmen interessiert sich nicht dafür, mit welchem Fahrzeug die Mitarbeiter morgens zur Arbeit kommen.

Ein Klopapierhändler ist von “Hakle feucht” überzeugt, wenn ihm seine Kunden das Produkt abkaufen. Dann bestellt er nach, ordert neue Ware. Womit er sich selber den Allerwertesten abwischt, womöglich mit dem Konkurrenzprodukt “Servus”, spielt für seine Einkaufsüberlegungen keine Rolle, solnage die Verbraucher das Hakle-Produkt bevorzugen.

Im MLM zwingt man die Vertriebspartner zur Abnahme von Ware für den persönlichen Verbrauch – nicht ohne Grund, denn ansonsten würden die Geschäftszahlen weitaus weniger schön aussehen.

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