Heimarbeit Versicherung und Steuern


Steuern und Gesetze für Heimarbeit

Mit dem Heimarbeitsgesetz der Bundesrepublik Deutschland sind auch alle Fragen von Heimarbeit Versicherung und Heimarbeit Steuern geklärt. Im Sinne des Gesetzes handelt es sich bei Heimarbeit um eine abhängige Beschäftigung, für die der gleiche arbeitsrechtliche Rahmen gilt wie für die Arbeit in einem Betrieb. Kern der Heimarbeit Versicherung und Steuern ist die Sozialversicherungspflicht. Diese muss bei Heimarbeit adäquat den Bestimmungen für den restlichen Arbeitsmarkt erfolgen.

Heimarbeit Versicherung für abhängig Beschäftigte

Mit den gesetzlich vorgeschriebenen Anteilen zur Sozialversicherung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist auch derjenige, der Heimarbeit verrichtet, komplett im Sinne der deutschen Sozialgesetzgebung abgesichert.

Heimarbeit Steuern für abhängig Beschäftigte

Entsprechend seiner Entlohnung und steuerlichen Eingruppierung wird der Arbeitnehmer zur Entrichtung seiner Lohnsteuern herangezogen. Heimarbeiter haben den Vorteil, dass sie Zahlungen des Arbeitsgebers, die für die Aufwendungen des Arbeitsnehmers an seinem Arbeitsort unabdingbar sind, von der Versteuerungen freisetzen können. Dabei kann es sich um anteilige Miete, Heizungskosten oder einen speziellen Energiebedarf sowie um Arbeitsmittel und Werkzeuge handeln. Diese Aufwendungen bleiben steuerfrei, sofern sie nicht 10 % des Grundlohns übersteigen. Geht der abhängig Beschäftigte Nebenbeschäftigungen nach, so muss dafür das Einverständnis des Betriebes vorliegen und der Gewinn aus dieser Tätigkeit gesondert versteuert werden.

Heimarbeit Versicherung und Steuern – der neue Stand

Das Heimarbeitsgesetz von 1951 geht noch von den geregelten Zuständen des Arbeitsmarktes klassischer Prägung aus. Mit der Entwicklung der PC- und Kommunikationstechnologie haben sich die Bedingungen für Arbeiten, die nicht mehr an eine zentrale Betriebsstätte gebunden sind, entscheidend verändert. Die Tätigkeitsgebiete, die das betrifft, reichen inzwischen von Büro- und kaufmännischen Arbeiten bis hin zu kreativen oder beratenden Tätigkeiten. Obwohl vom Gesetzgeber so nicht definiert, kommt hierbei auch immer der Begriff „Heimarbeit“ zur Anwendung.

Unternehmen, die solche Tätigkeiten auslagern, entscheiden sich in der Regel nicht mehr für den klassischen Heimarbeiter, der ihren Arbeitsaufwand erledigt, sondern für gewerblich oder freiberuflich Tätige. Hier haben sie den Vorteil, sämtliche Steuer- und Versicherungsfragen, die mit der Beschäftigung eines Arbeitnehmers zusammenhängen, beim Auftragnehmer zu belassen. Des Weiteren sind sie nicht an Tarifvereinbarungen oder Mindestlöhne gebunden.

Heimarbeit Versicherung und Steuern für Selbständige

Jeder Selbständige arbeitet wie ein ganzer Betrieb – egal ob Gewerbetreibender oder Feiberufler. Versicherung, Steuer, Buchführung, Preiskalkulation, Produktionsmittel und Investitionen sind allein seine Angelegenheit. Er muss mit seiner Tätigkeit beim Gewerbe- und beim Steueramt registriert sein und unter seiner Steuernummer die Gewinne für den veranlagten Zeitraum melden, inkl. der Einnahme und Vorauszahlung von Mehrwertsteuer. Die Sozialversicherung muss selbständig abgeschlossen werden; der Urlaub richtet sich nach seinen Verhältnissen.

Es bestehen viele Möglichkeiten, über Zusatzversicherungen, wie z.B. das Krankentagegeld oder die Berufsunfähigkeitsversicherung, die Risiken der selbständigen Tätigkeit abzusichern. Das Wichtigste ist jedoch, dass er über eine ausreichende Haftpflichtversicherung verfügt. Denn als juristische Person geht er Verträge ein, die auch Restitutionsansprüche beinhalten. Wer Heimarbeit auf selbständiger Basis ausüben will, sollte vorher nicht nur genau kalkulieren, sondern auch die erforderliche Versicherungsleistungen feststellen.


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