Medikamente testen für Geld

Medikamente testen für Geld

Vor der Zulassung eines neuen Medikamentes schreibt der Gesetzgeber verschiedene klinische Studien vor, die die Wirkung und auch eventuelle Nebenwirkungen der Präparate aufzeigen sollen. Da bei der Forschung im Labor oder im Rahmen von Tierversuchen die Verträglichkeit der Medikamente beim Menschen nur zum Teil ermittelt werden kann, werden sogenannte Medikamententester (auch Probanden genannt) benötigt, die unter Beobachtung und medizinischer Kontrolle die Präparate einnehmen.

Auf diese Weise erhalten die Pharma-Hersteller reale Werte über die Wirkung und Verträglichkeit der Medikamente beim Menschen.

Gerade bei Schülern und Studenten ist diese Art des Nebenverdienstes überaus beliebt. Nicht verwunderlich, denn diese Tätigkeit ist in der Regel mit wenig bis gar keinem Arbeitsaufwand verbunden und wird zudem überaus gut bezahlt. Doch sollte man stets bedenken, dass auch bei diesem Nebenjob gewisse Dinge beachtet werden sollten, damit das gesundheitliche Risiko nicht überwiegt.

Medikamententests

Wer kann Medikamente testen?

Prinzipiell kann jeder Teilnehmer an einer Medikamentenstudie sein. Fettleibigkeit, Migräne, Magersucht oder Bulimie, Krebs oder eine Autoimmunerkrankung sind keine Ausschlusskriterien, sondern sorgen je nach Studie dafür, dass man als Testperson umso mehr in Frage kommt. Ähnlich sieht es bei den Auswahlverfahren für die psychologische Forschung aus. Dort werden nicht nur psychisch gesunde Personen gesucht, sondern im Rahmen der experimentellen Arbeit mit einer neuen Behandlungsstrategie oft auch solche mit diagnostizierten psychischen Erkrankungen.

Wer sich als Medikamententester anmeldet, kann unterschiedlich überprüft werden. Bei der Überprüfung soll herausgefunden werden, wie und ob die Person als Medikamententester geeignet ist. Bei solchen Tests kann es sich um einen einfachen Fragebogen handeln, aber auch um eine sehr umfangreiche Untersuchung bei einem Arzt. Natürlich dürfen in der Zeit, in der der Test stattfindet, keine anderen Medikamente eingenommen oder gar Alkohol oder Drogen konsumiert werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Ergebnisse eindeutig sind und nicht durch andere Mittel verfälscht wurden.

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Chancen und Risiken der Tätigkeit als Testperson

Kein Medikament und keine Behandlungsmethode darf zugelassen und großflächig eingesetzt werden, ohne vorher gründlich getestet worden zu sein. Das umfasst auch Tests an Patienten oder Freiwilligen, die mit der jeweiligen Behandlung zufrieden waren oder sich bereiterklärt haben, eine noch nicht offiziell anerkannte medikamentöse Therapie anzuwenden oder sich einem Test für eine neuartige Behandlungsmethode zu unterziehen. Um das mitunter risikoreiche Verfahren attraktiver zu gestalten, liegt die Bezahlung für die Teilnahme an einem solchen medizinischen Test oft sehr hoch und stellt daher eine vielversprechende Verdienstmöglichkeit dar.

Pharmazeutische Tests richten sich teilweise auch an terminal Kranke, denen die behandelnden Ärzte keine großen Überlebenschancen mehr einräumen. Gerade diese Personen entscheiden sich oft zur Teilnahme an medizinischen Test in der Hoffnung, doch noch geheilt zu werden – oftmals mit Erfolg. Die Arbeit als Testperson ist allerdings nicht nur chancenreich, sondern birgt auch einige Risiken. Die Medikamente und Behandlungsmethoden werden zwar für so sicher gehalten, dass sie angewendet werden können, dennoch kann es mitunter zu Komplikationen kommen. Deswegen sollte man sich vor der Teilnahme immer gut überlegen, ob man zu dem Test tatsächlich bereit ist.

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Cytostatika und ähnlich hochwirksame Präparate werden beispielsweise mit Vergütungen im vierstelligen Bereich attraktiv gemacht. Auch, wenn Krankenhausaufenthalte zur Kontrolle erforderlich sind, liegt die Bezahlung meist in diesem Bereich. Dreistellige Beträge erwirtschaften Testpersonen, die sich auf die Behandlung einer Erkrankung wie zum Beispiel Adipositas einlassen, da auch dabei regelmäßig die Reaktion des Teilnehmers auf das Medikament geprüft werden muss.

Wenn man das Präparat lediglich zu Hause einnehmen und gelegentlich eine Kontrolluntersuchung durchführen lassen muss, erhält man hingegen eine Vergütung im niedrigen dreistelligen Bereich. Geld verdienen als Testperson kann man nahezu jederzeit, auch wenn man nicht terminal oder schwer krank ist. In diesem Fall kann man immer noch verschiedene harmlosere Medikamente testen oder sich der psychologischen Forschung widmen.

Arbeiten von Zuhause aus

Wo erfährt man, wie man Proband für klinische Studien werden kann?

Die Suche nach Verdiensten in klinischen Studien ist heutzutage dank des Internets erfolgreich. In Nebenjob-Zentralen oder in Portalen, die sich auf die Suche nach Probanden für klinische Studien spezialisiert haben, kann man fündig werden. Bei ClinLife – nach eigener Auskunft die größte Studiendatenbank Europas – kann man sich beispielsweise als potentieller Proband registrieren lassen. Mehr als 100.000 User nutzten diese Chance bereits. Ob sie alle schon an einer Studie teilgenommen haben, erfährt man nicht.

Die Daten werden vertraulich behandelt. Die Webseite Probanden.info vermittelt ebenfalls Probanden für Studien und umgekehrt. Man kann regionale Abfragen zu den aktuellen Studien machen, die am eigenen Wohnort ausgeführt werden. Sind gerade keine regionalen Studien eingestellt, erfährt man von solchen, die bundesweit ausgeschrieben wurden und einen bestimmten Patiententyp suchen. Alternativ kann man die Suchanfrage auch für einen benachbarten Ort in Deutschland starten – beispielsweise eine nahe gelegene Großstadt.

schreibt regelmäßig für Heimarbeit Online.

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markus 21. Januar 2014 um 16:01

TV sucht Probanden – Auswandsentschädigung

Guten Tag,

für eine Fernsehreportage suche ich Menschen, die bald an einer klinischen Studie teilnehmen oder schon teilgenommen haben. Sie müssten in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen wohnen. Es gibt eine Aufwandsentschädigung!

Wir wollen für die Kirchenredaktion des öffentlich-rechtlichen Fernsehens einen Beitrag über die Motivation der Probanden machen. Wenn Sie Interesse haben, schreiben Sie mir doch bitte oder rufen Sie mich an.

Am liebsten ist mir, wenn Sie an einer sog. Phase 1 Studie teilnehmen und gesund sind, aber kontaktieren Sie mich einfach, dann sehen wir weiter.

Markus Reichert
0178 46 777 49
http://markusreichert.tv

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