Arbeitsunfälle – wie vermeidet man sie am besten?


Arbeitsunfall vermeiden

Sie sind schmerzhaft, kostspielig und leider noch immer viel zu häufig: Arbeitsunfälle sind sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer einer der größten Albträume überhaupt. Erstere können durch zu viele Betriebsunfälle wegen Imageverlust und Folgekosten leicht an den Rand des Bankrotts gebracht werden; letztere können mit ein bisschen Pech nie wieder arbeiten und sind bis ans Lebensende auf Erwerbsausfallrente angewiesen – kein Wunder, dass das Thema Arbeitsunfälle von allen Seiten sehr, sehr ernst genommen wird.

 

Die Häufigkeit und Art von Arbeitsunfällen unterscheidet sich natürlich von Branche zu Branche ganz extrem. Besonders gefährlich sind Berufe, die eine starke physische Komponente haben und bei denen ein schweres Gerät bedient werden muss. Dazu zählen vor allem das Bau- und Minengewerbe, Gärtnereien und Fischereibetriebe. Letztere hat laut eines kürzlich veröffentlichten Berichts der EU sogar die höchste Unfallhäufigkeit in ganz Europa; 2,4 Mal öfter als in jeder anderen Branche kommt es dort zu einem Missgeschick.

 

Aber auch weniger abenteuerliche Bereiche sind alles andere als unfallfrei. In deutschen Küchen zum Beispiel sind Unfälle an der Tagesordnung. Bei erstaunlichen 12 Prozent aller Arbeitsunfälle in Deutschland ist ein Küchenmesser mit im Spiel; das entspricht jedem dritten Zwischenfall in der Gastronomie. Und jeder fünfte Küchenunfall passiert nach einem Sturz – die glatten Fliesen lassen grüßen.

 

Doch was kann geschehen, um das Unfallrisiko am Arbeitsplatz zu vermindern? Tatsache ist, dass pro tatsächlich passiertem Unfall statistisch gesehen bis zu 100 sogenannte „unsichere Situationen“ passieren. Das sind Arbeitssituationen, bei denen es leicht zu einem Unfall hätte kommen können, aus glücklichen Umständen heraus aber nichts passierte. Diese Situationen gilt es zu erkennen und zu reduzieren.

 

Als Arbeitgeber kann man einiges tun, um das Umfeld so risikoarm wie nur möglich zu gestalten. Ein gutes Layout von Büroflächen ist ein Muss. Nichts darf auf dem Boden herum liegen, scharfe Kanten und Ecken müssen soweit möglich vermieden werden. Außerdem muss jeder Arbeitsraum, egal ob drinnen oder draußen, ausreichend beschildert sein, um auf Verbote, Gebote, Warn- und Rettungszeichen aufmerksam zu machen.

 

Ein weiterer Faktor ist die Investition in die passende Schutzkleidung. Die Kosten für den Kauf einer guten Schutzausrüstung für seine Angestellten kann sich in zigfacher Weise lohnen, wenn dadurch Unfälle tatsächlich vermieden werden können. Der deutsche Gesetzgeber verlangt in dieser Hinsicht den Arbeitgebern schon einiges ab. So ist die Helmpficht auf deutschen Baustellen schon seit Langem vollkommen selbstverständlich.

 

Doch auch der Arbeitnehmer muss mit in die Pflicht genommen werden. Das oberste Gebot lautet:Aufmerksamkeit auf sich und andere. Wer am Arbeitsplatz nur auf sich selbst Acht gibt und dabei das Wohl der Kollegen übersieht, läuft Gefahr, Unfälle eher zu verursachen als zu verhindern. Regelmäßige Schulungen können auch dabei helfen, Alltagsrisiken stärker ins Bewusstsein zu rufen.

 

Am geringsten ist das Risiko von Arbeitsunfällen übrigens für Heimarbeiter. Das liegt zum einen daran, dass bei der Arbeit von zu Hause aus kein Anfahrtsweg anfällt – in anderen Bereichen eine weitere große Quelle von Zwischenfällen. Zum anderen ist Heimarbeitern die Umgebung bestens vertraut; in den eigenen vier Wänden weiß man sich nun mal zu bewegen. Da normalerweise der Kontakt zu Kollegen per Telefon oder Email stattfindet, ist auch das Risiko durch Dritte minimal.

 

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