Franchise Unternehmen gründen



Schülerjob ab 16 in einem Café

Für alle, die mit einem Sprung in die Selbständigkeit liebäugeln, aber nicht genau wissen, wie sie es anstellen sollen, kann eine Franchise die ideale Lösung darstellen.

Franchise boomt in Deutschland: in den letzten Jahren hat sich die Zahl der Franchisenehmer im Land mehr als verdoppelt. Allerdings gibt es auch Risiken und Fallstricke zu beachten.

Ein Franchiseunternehmen aufbauen

Welche Franchise Möglichkeiten gibt es?

Am bekanntesten sind vermutlich die großen amerikanischen Ketten wie McDonalds, Burger King oder Subway, die nach dem Franchise-Modell operieren. Aber auch viele deutsche Ketten nutzen das Franchise-Modell erfolgreich, zum Beispiel moderne Backshop-Ketten wie Backwerk, Fitness-Studio-Ketten oder Kosmetikläden – denn auch Klassiker wie Yves Rocher sind letztendlich nichts anderes als Franchises.

Auf der Seite franchisedirekt.com gibt es eine übersichtliche Auflistung aller in Deutschland angebotenen Franchises nach Branchen geordnet und nach dem benötigten Eigenkapital. Auch der Deutsche Franchise Verband e.V. bietet auf seiner Website franchiseverband.com zahlreiche Adressen und Ansprechpartner. Der DFV veranstaltet außerdem sogenannte Matching Days, bei denen sich potenzielle Franchisenehmer mit Anbietern treffen und ihnen Fragen stellen können.

Welche Vorteile habe ich bei einer Franchise?

Gerade wer der Selbständigkeit unsicher gegenüber steht und zum Beispiel nicht weiß, wie er sein Geschäft vermarkten soll, tut sich mit einer Franchise leichter. Eine eigene kleine Bäckerei mit Cupcakes, Muffins und anderen Mode-Backprodukten zu eröffnen, ist mit großem Risiko behaftet und kann schnell in die Pleite führen. Wer dagegen eine Backwerk-Franchise erwirbt, braucht sich weder um die Warenlieferung Sorgen zu machen, noch um die Werbung, denn all dies wird von der Zentrale geliefert. Ein guter Franchisegeber kümmert sich um seine Franchisenehmer und bietet ihnen Unterstützung an.

Welche Fallen können auftreten?

Welche Fallstricke lauern bei der Franchise?

Die Kosten für eine Franchise können sehr hoch sein: Backwerk oder die bekannte Pizzakette Joey’s Pizza fordern beispielsweise ein Eigenkapital von 30.000 Euro, Nordsee 100.000 Euro und Kentucky Fried Chicken sogar sagenhafte 200.000 Euro. Die deutsche Bäckerei-Kette Kamps ist dagegen mit 10.000 Euro ein echtes Schnäppchen unter den Franchises.

Dennoch: Wer einen hohen Kredit aufnehmen muss, um die Franchise an sich finanzieren zu können, geht ein großes Risiko ein, denn dazu kommen noch die ersten Investitionssummen um das Geschäft in Schwung zu bringen. Ohne kaufmännisches Wissen und Unternehmergeist ist eine Franchise schon zum Scheitern verurteilt.

Zu beachten ist auch eine sorgfältige Marktanalyse. In einer Einkaufsstraße, in der sich schon zwei normale Bäckereien mit Stammpublikum, eine Backwerk-Franchise und eine Kamps-Franchise tummeln, lohnt es sich nicht, einen weiteren Backshop zu etablieren – der Markt ist gesättigt. Auch müssen Produkt und Ort zueinander passen: In der Nähe eines Fußballstadions werden Fast Food-Lokale wie KFC oder McDonalds vermutlich hervorragende Umsätze machen, aber eine Salatbar ist zum Scheitern verurteilt.

Schließlich müssen sich Franchisenehmer darüber im Klaren sein, dass der Franchisegeber gewisse Resultate erwartet und hohen Druck ausüben kann, wenn die Umsätze nicht stimmen. Lange Arbeitstage sind eher die Regel als die Ausnahme.

Kann ich auch Franchisegeber werden?

Theoretisch kann jeder eine Franchisekette gründen und viele tun dies auch. Sie setzen von Anfang an darauf, dass ihre Geschäftsidee so gut ist, dass sich in ganz Deutschland Menschen dafür interessieren. Sinnvoller ist es jedoch, zunächst den eigenen Laden mit Gewinn aufzubauen, dann eine Zweigstelle zu bauen und erst dann eine schrittweise Expansion zu planen, wenn die eigenen Erfahrungen weitergegeben werden können.

Dies können zum Beispiel die eigenen Rezepte für Naturkosmetik sein, die sich in ganz Deutschland zur neuen Marke entwickeln oder die eigenen Cupcakes, die zunächst im eigenen Laden verkauft werden und später in der exakt gleichen Rezeptur von Franchisenehmern in ganz Deutschland verkauft werden. Selbst die Brüder Richard und Maurice McDonald fingen schließlich 1940 mit einem einzigen Burger-Restaurant in San Bernadino an und verkauften erst 1953 die erste Franchise für ein „McDonald’s Restaurant“ nach Arizona.

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Ein Kommentar
  • David

    11/03/2013 13:07

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