Wie hoch wird Ihre Rente ausfallen?


Als Rentner Geld verdienen

Es ist eine alte Volksweisheit, dass man sich über seine Rente gar nicht früh genug Gedanken machen kann. Gerade in Zeiten wie den heutigen, wo die steigenden Lebenshaltungskosten Dauerthema sind, möchte man doch so früh wie möglich wissen, worauf man sich im Alter einstellen wird müssen – allein schon, damit man gegebenenfalls durch eine private Altersvorsorge gegensteuern kann.

Doch woher weiß man eigentlich, wie viel man im Ruhestand bekommen wird? Das hängt von vielen Faktoren ab und ist natürlich von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Zunächst muss man in Anschlag nehmen, welche Einnahmequellen außerhalb der gesetzlichen Rente man jenseits der 65 erwarten kann. Wer zum Beispiel Mieteinnahmen hat oder Geld in Aktien angelegt hat, für den kann die Situation ja schon von vorneherein recht komfortabel aussehen.

Gleiches gilt für solche Arbeitnehmer, die neben der gesetzlichen auch in eine private Vorsorgekasse eingezahlt haben. Hier hängt der Betrag, den man schlussendlich pro Monat ausbezahlt bekommt, natürlich vollkommen davon ab, wie viel man während der Jahrzehnte seiner Werktätigkeit eben eingezahlt hat.

Sieht man aber einmal von solchen „extra“ Geldquellen ab, lässt sich die zu erwartende gesetzliche Rente relativ leicht berechnen. Genau wie private Vorsorgen ist auch bei den gesetzlichen ausschlaggebend, wie viel Sie selbst, Ihre Arbeitgeber und eventuelle dritte Stellen im Laufe der Jahre insgesamt an Beiträgen geleistet haben, und für wie lange. Praktischerweise lässt sich über die Deutsche Rentenversicherung leicht herausfinden, wie hoch genau alle geleisteten Beiträge zu jedem Zeitpunkt sind.

Ganz wichtig zu wissen ist dabei, dass zur Berechnung des Rentenanspruchs nicht einfach Geldwerte verwendet werden. Um die Kalkulationen einfacher zu gestalten, werden die beitragspflichtigen Jahresverdienste statt dessen in sogenannte Entgeltpunkte umgewandet. Ein Entgeltpunkt entspricht dabei der Summe, die der Durchschnitt aller rentenversicherten Arbeitnehmer in einem Jahr verdient. Im Jahr 2012 liegt dieses Durchschnittsentgelt bei 32.446 Euro.

Jemand, der zum Beispiel 24.000 Euro pro Jahr verdient, bekommt also knapp einen Drei-Viertel Entgeltpunkt pro Jahr; jemand mit einem Jahressalär von 48.000 Euro erhält dagegen 1,5 Entgeltpunkte per annum. Die Gesamtsumme an Entgeltpunkten, die ein Arbeitnehmer im Laufe seiner Karriere bis zum Ruhestand gesammelt hat, wird dann zum Errechnen der Altersrente mit dem sogenannten Rentenwert multipliziert. Der Rentenwert beträgt derzeit 27,47 Euro in den alten und 24,37 Euro in den neuen Bundesländern. Klar: Je länger jemand in seinem Beruf tätig war, desto höher ist auch der Rentenanspruch.

In obigem Beispiel bekäme der Arbeitnehmer mit dem Jahresverdients von 24.000 Euro nach 30 Jahren im Beruf also 22,5 Entgeltpunkte, die in den alten Bundesländern 618 Euro monatliche Rente wert sind. Derjenige mit 48.000 Jahresgehalt dagegen dürfte sich auf 1648 Euro pro Monat freuen – man sieht, die Unterschiede sind beträchtlich.

Wer Lust hat, kann seinen eigenen Rentenanspruch an Online-Rechnern erfahren. Dabei gilt es zu beachten, dass man Schätzwerte hinsichtlich seines zukünftigen Einkommens eintragen muss. Außerdem sollte man bedenken, dass die Altersgrenze zum Eintritt in den gesetzlichen Ruhestand im Laufe der kommenden Jahre von 65 auf 67 angehoben werden wird, man also zwei Jahre mehr einzahlen wird, als diejenigen, die sich recht bald in den Ruhestand verabschieden. Solche Online-Rechner sind also eher ungenau, für einen ersten Eindruck reichen sie aber allemal. Wer es ganz genau wissen will, der sollte sich mit einem Steuerberater in Verbindung setzen oder direkt bei der Deutschen Rentenversicherung nachfragen.


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2 Kommentare
  • Micha

    21/01/2013 17:33

  • Jörg

    13/12/2012 10:14

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