Sonderangebote im Supermarkt – wo ist der Haken?


Regale auffüllen

Im Alltag sind wir alle Schnäppchenjäger. Kaum einer, der im Supermarkt unterwegs ist, hält nicht automatisch nach den neuesten Sonderangeboten Ausschau, die meist mit großen, farbigen Schildern angepriesen werden. Doch hier heißt es aufgepasst. Wer nicht genau hinsieht, zahlt am Ende oft mehr, als er denkt.

Denn nicht alle Sonderangebote bieten auch tatsächlich bessere Preise. Leider ist es bei vielen großen Ketten immer noch gang und gäbe, Produkte oder bestimmte Produktkombinationen als spezielles Angebot auszuschildern, obwohl sich bei genauem Nachrechnen herausstellt, dass kein echter Unterschied besteht. Den Schaden hat der Kunde, der sich auf die Korrektheit der angezeigten Vergünstigungen verlässt.

Doch neben der schlichten Fehlinformation gibt es noch eine Reihe andere fragwürdiger Methoden, mit denen in Supermärkten um die Gunst des sparfreudigen Kunden gebuhlt wird. Ein beliebter Weg, den Kunden dazu zu bringen, weit mehr als nötig in den Einkaufskorb zu legen, sind die Kombi-Angebote der Art „3 für 2„. Die Grundidee ist simpel: Wer statt einer Packung von Produkt X zwei kauft, bekommt die dritte umsonst. Das führt oft dazu, dass Verbraucher letzten Endes viel zu viel Produkt X zu Hause stehen hat, als er oder sie wirklich braucht – und dafür das doppelte zahlen.

Was Sie bei Sonderangeboten beachten solltenEine andere Praxis, die sich in deutschen Supermärkten immer noch finden lässt, sind die sogenannten Lockvogelangebote. Das bezeichnet groß beworbene Preissenkungen bei wenigen oder nur einem Produkt, während der Rest des Sortiments leichte Preissteigerungen erfährt. Kunden werden also durch ein genuines Sonderangebot in den Laden gelockt, wo sie dann aus praktischen Gründen auch gleich den Rest ihrere Einkaufsliste abarbeiten und dafür dann mehr zahlen als anderswo.

Noch schlimmer sind derlei Angebote, die mit dem Zusatz wie „Nur heute“ oder „Solange der Vorrat reicht“ kommen. Das bedeutet, dass oft nur eine ganz geringe Anzahl der verbilligten Produkte auf Vorrat sind. Kommt ein Kunde ausdrücklich deswegen in den Laden, wird er in Sachen Spargelegenheit zwar enttäuscht, erledigt den anstehenden Einkauf aber oft dennoch vor Ort – wenn man schon mal da ist…

Auch aufpassen sollte man als Konsument auf die angepriesenen Sparpreise im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) des Herstellers. Selbst wenn die Diskrepanz zwischen den beiden oft riesig aussieht, heißt das noch lange nicht, dass man das selbe Produkt woanders nicht noch günstiger bekommt. UVPs werden zu Beginn des Lebenszyklus eines Produkts ausgegeben, und der wahre Wert kann sich leicht ändern – vor allem wenn das Verfallsdatum näher rückt.

Vorsicht geboten ist ebenso bei solchen Angeboten, die eine Rückerstattung des Mehrpreises versprechen, falls der Kunde nach dem Kauf das Produkt anderswo billiger findet. Zwar sind Supermärkte gesetzlich verpflichtet, diesem Versprechen auch nachzukommen; doch in der Praxis nutzt fast niemand derartige Services, weshalb viele Läden das Versprechen einfach aussprechen, ohne sich wirklich darum bemüht zu haben, den besten Preis anzubieten.

Wenn man ein paar Tipps befolgt, kann man sich vor trügerischen Sonderangeboten leicht schützen. Notieren Sie sich vor dem Einkauf genau, was sie wirklich brauchen und vermeiden sie den Griff nach überflüssigen Produkten. Legen Sie keine übermäßigen Vorräte an und vergewissern Sie sich, dass das Verfallsdatum bei günstigen Angeboten Ihnen keinen Strich durch die Rechnung macht.

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