Agentur für Arbeit – Wie aus einem Amt eine Agentur wurde


Bundesagentur für Arbeit

Erste Anlaufstelle bei der Jobsuche ist die Agentur für Arbeit, die in jeder Verwaltungseinheit eine regionale Dienststelle in Deutschland verfügt. Bei der Umwandlung des ehemaligen Arbeitsamtes in die Bundesagentur für Arbeit wurde die Flächenstruktur gleich beibehalten, wie auch gleichermaßen die grundlegenden Aufgaben und Funktionen. Viele Kritiker der Hartz-Reformen sehen ohnehin in der Umwandlung der Behörde in eine Agentur lediglich einen Etikettentausch, der weder mehr Jobangebote noch einen Impuls für den Arbeitsmarkt bringt. Letztlich habe sich dabei nur das Geschäft der privaten Arbeitsvermittlung etabliert und die Arbeitslosenstatistik sei durch die Gesetzgebung in Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II (besser bekannt als „Hartz IV“) geschönt worden.

Kritik an der Bundesagentur für Arbeit

Um eine reale Betrachtung der Agentur für Arbeit, ist die Einbeziehung der kritischen Meinungen mittlerweile unumgänglich geworden, da die Transparenz der Zahlen kaum noch gewährleistet ist. Immer wieder werden zum Teil schon absonderliche Praktiken der Agentur für Arbeit gerügt, die ihre Statistik verbessert, indem beispielsweise Arbeitnehmern in obskuren Tests, die keinen medizinischen Kriterien standhalten, geistige Zurückgebliebenheit attestiert wird und sie aus der Verantwortung der Agentur für Arbeit abgeschoben werden.
Die andere Seite der Kritik an der Bundesagentur für Arbeit kommt aus den neoliberalen Wirtschaftskreisen, die jegliche Förderbemühungen in Zusammenhang mit der Jobsuche ablehnen und auf das Vorbild der privaten Arbeitsvermittler verweisen.

Die Rolle der Bundesagentur für Arbeit auf dem Arbeitsmarkt

Richtig ist, dass die neue Arbeitsagentur weiterhin der Sozialversicherungsträger für Arbeitslose ist, die Zahlungen der Entgeltersatzleistungen realisiert, Leistungen zur aktiven Arbeitsförderung und zur Förderung der Berufsausbildung übernimmt und für Erlaubnisse auf dem Arbeitsmarkt zuständig ist. Die Hauptaufgabe des früheren Arbeitsamtes, die Arbeitsvermittlung, hat auch die neue Agenturstruktur nicht verbessert. Für die Jobsuche sei mittlerweile jede lokale Leiharbeitsfirma besser geeignet als die Bundesagentur für Arbeit – so die Kritiker des neuen Systems, die sogar von einer Verringerung der Jobangebote sprechen.
Nach strukturellen Gesichtsgesichtspunkten war die Aufteilung in eine Agentur für die aktive Arbeitsmarktpolitik und einen gesonderten Bereich für Langzeitarbeitslose und deren perspektivische Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt eine richtige Entscheidung. In der Praxis hat diese Zweiteilung jedoch eher die Zementierung der Verhältnisse bewirkt, als dass sie Impulse für die Betroffenen gebracht hätte.

Jobangebote und Hilfe bei der Jobsuche

Ohne Bundesagentur für Arbeit würde der Arbeitsmarkt sicher schlechter da stehen. Immerhin offeriert die Agentur monatlich zwischen 700.000 und 800.000 offene Stellen, leistet Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und berät viele Arbeitnehmer. Einstiegsgeld, Gründungszuschuss oder Lohnzuschuss sind direkte Leistungen, Ausbildungshilfen und berufsvorbereitende Maßnahmen gehören zu den indirekten Hilfen. Insgesamt verfügt die Bundesagentur für Arbeit über einen Etat von 50 Mrd. Euro und mit weit über 100.000 Mitarbeitern ist sie der größte Arbeitgeber der Bundesrepublik Deutschland.

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