Wie handhabt man seine pubertierenden Kinder?


Spieletester werden

Für alle Eltern kommt irgendwann einmal der Moment, an dem sie bei ihrem heranwachsenden Kind den lange befürchteten Wechsel in die Phase der Pubertät feststellen. Gerade eben war der oder die Kleine noch Mamas und/oder Papas Liebling, kurze Zeit später verwandelt der Ansatz der Pubertät den Nachwuchs in zickige Bälger. Diese Umstellung stellt alle Eltern vor besondere Herausforderungen. Aber wie geht man am besten mit seinen pubertierenden Kindern um?

Ein wesentlicher Teil der Pubertät besteht darin, dass sich die Teenager als eigene Person finden und lernen müssen, Entscheidungen alleine zu treffen und dafür gerade zu stehen. Das geht nur durch eine aktive Abgrenzung von den Eltern, die bis dato die tonangebende Autorität im Leben des Heranwachsenden waren. Diese Abgrenzung geschieht durch Abnabelungsprozesse, die manchmal recht gewaltsam verlaufen können. In den meisten Fällen sind emotionale Ausbrüche oder Flüche der Zöglinge aber wirklich nicht so gemeint.

Wie man pubertierende Jugendliche handhabt finden Sie auf heimarbeit-online.deDas oberste Gebot der Stunde lautet deshalb: Geduld. Auch wenn dem Nachwuchs mal die Pferde durchgehen, sollte man nicht jedes böse Wort auf die Goldwaage legen. Statt dessen lohnt es sich, etwaige Grenzüberschreitungen später in einer ruhigen Atmosphäre anzusprechen. Dabei kann man ruhig klare Grenzen ziehen und Entschuldigungen verlangen – immerhin ist es Teil des Erwachsenwerdens, dass man Verantwortung für seine Handlungen übernimmt.

Eine weitere Grundregel im Umgang mit Pubertierenden ist es, Verständnis zu zeigen und die Sprößlinge so zu respektieren, wie sie sich geben. Während der Pubertät ist das Selbstvertrauen der meisten Jugendlichen im absoluten Dauerstress. Was die Umwelt von ihm denkt, zählt für den Teenager meist mehr als alles andere. Kritik von elterlicher Seite an Dingen wie Kleidung oder anderen Entscheidungen kann da verheerend wirken und dazu führen, dass sich die Teenager zurückziehen und „dicht machen“.

Und das ist es, was man als Elternteil unbedingt verhindern sollte. Um seinen Nachwuchs in dieser schwierigen Phase richtig zu verstehen, ist es notwendig, dass man sich Kommunikationswege offen hält. So bewahrt man sich so die Möglichkeit, direkt über etwaige Probleme des Nachwuchses zu hören und im Gespräch auf solche eingehen zu können. Außerdem ist es wichtig, dass man die Übersicht behält, wer zu dem Freundeskreis des Kindes gehört. Während der Pubertät sind die Freunde der weit wichtigere Referenzrahmen als die Eltern, und um wirklich zu verstehen, was Ihr Kind bewegt, muss man über sein oder ihr Sozialleben Bescheid wissen.

Kommt es zu ernsthaften Grenzüberschreitungen, wie zum Beispiel groben Beleidigungen, dem Ignorieren des Zapfenstreichs oder gar Ladendiebstahl, muss das grundsätzlich ernst genommen werden. Auch hier ist Kommunikation die oberste Devise. Versuchen Sie zu verstehen, warum Ihr Kind sich nicht an die gängigen Regeln gehalten hat. In vielen Fällen wird eine Form des Gruppenzwangs Schuld sein – und darüber lässt sich prima reden.

Genauso wichtig ist es aber, derlei Vorkommnisse nicht zu verharmlosen. Man sollte seinem Nachwuchs klar machen, dass es in Zukunft für jegliche Fehlverhalten gerade zu stehen hat und sich nicht hinter dem Elternhaus verstecken kann.

Schließlich ist man gut beraten, dem pubertierenden Kind immer mehr Freiräume einzugestehen, je nach Alter und Verhaltensphase. Teenagern ist es unheimlich wichtig, als freie, allein entscheidende Individuen wahrgenommen zu werden. Eltern, die gegen den aufkeimenden Impuls zur Eigenständigkeit ankämpfen, schaffen sich viele Probleme selbst.


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