Sind Väter die besseren Mütter?


Wer ist besser – Mütter oder Väter?

Natürlich nicht, aber Väter sind für eine gute emotionale und psychische Entwicklung von Kindern genauso wichtig wie Mütter. Immer mehr Väter nehmen deshalb eine Auszeit vom Job, um für Ihre Kleinkinder da zu sein. Fast jeder vierte Vater nimmt in Deutschland Elternzeit in Anspruch

Am häufigsten bezogen Väter in Sachsen das Elterngeld, gefolgt von Bayern und Berlin. Im Saarland nehmen prozentual am wenigsten Väter Elterngeld in Anspruch.

Seit dem 1. Januar 2007 gibt es das Elterngeld und damit die Möglichkeit für Väter, für ein paar Monate aus dem Beruf auszuscheiden, ohne den Lebensstandard zu stark einschränken zu müssen. Ein berufstätiger Elternteil kann bis zu 67 Prozent seines bisherigen Nettoeinkommens, maximal 1800 Euro monatlich, erhalten, und zwar für bis zu zwölf Monate. Wenn aber auch der andere Elternteil zu Hause beim Kind bleiben möchte, kann die Elternzeit durch zwei Partnermonate auf insgesamt 14 Monate ausgeweitet werden.

Der Trend zur Elternzeit für Väter wird von einigen Arbeitgebern unterstützt, indem sie flexible Arbeitszeiten ermöglichen. So können Väter miterleben, wie ihre Kinder laufen und sprechen lernen. Doch die meisten Väter gehen nur zwei Monate in Elternzeit, aus Sorge vor einem Karriereknick, der eine längere Jobpause mit sich bringen könnte. Natürlich würden die meisten viel lieber länger oder öfter für ihren Nachwuchs dasein. Außerdem könnten auch Mütter wieder zurück in die Berufstätigkeit finden, wenn ihre Partner sie zu Hause unterstützen.

Die ersten Unternehmen haben diesen Bedarf bereits erkannt und bieten ihren Arbeitnehmern flexiblere Teilzeitmodelle, unbezahlten Sonderurlaub sowie die Variante der Tele- und Heimarbeit via Computer. Wenn die Erledigung ihrer Aufgaben nicht an einen festen Arbeitsplatz gebunden ist, sondern vom Home Office aus zwischen Windelwechseln und Spielplatzbesuch erledigt werden kann, bedeutet das nicht nur für die jungen Eltern eine große Erleichterung. Auch die Unternehmen profitieren von soviel Familienfreundlichkeit, da hochqualifiziertes Personal auf diese Weise gehalten werden kann. Außerdem werden sich gute Fachkräfte mit Kinderwunsch bevorzugt auf Stellen in familienfreundlichen Betrieben bewerben.

Wer nicht bei so einem Vorzeigenunternehmen beschäftigt ist, kann Heimarbeit neben der Betreuung der Kinder auch auf selbstständiger Basis versuchen. Hierzu gibt es in anderen Artikeln auf dieser Seite zahlreiche Tipps.

Allerdings funktioniert das Arbeiten von zu Hause nur bei ganz kleinen oder bei etwas älteren Kindern. Bei Kleinkindern ist oft zuviel Trubel in der Wohnung, um ein Telefongespräch mit Kunden zu führen oder sich auf die Arbeit zu konzentrieren.

Fragt man Frauen mittleren Alters, so sind übrigens Väter tatsächlich die besseren Mütter. Das ergab eine Studie aus dem Jahr 2007 – allerdings haben sich Väter von heute in den Augen der strengen Beobachterinnen nur nicht so stark verschlechtert wie junge Mütter im vergleich zur vorhergehenden Generation. Kein Wunder, dass sich Väter da weniger unter Druck fühlen als Mütter und deshalb oft entspannter im Umgang mit Kindern rüber kommen. So manche Väter lassen den kleinen öfters Dinge durchgehen, die Mütter nicht erlauben würden. Immerhin gestehen der Studie zufolge 81 Prozent der Frauen zwischen 50 und 64 zu, dass es heutzutage schwerer ist, Kinder großzuziehen, als es vor 20 bis 30 Jahren der Fall war.


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