Alte Münzen verkaufen


Antiquitäten und alte Münzen gelten als gute Geldbringer. Gold- und Silbermünzen haben zudem noch den sicheren Wert des Edelmetalls. Aber auch bei alten Kostbarkeiten muss man sich vor Pauschalisierungen hüten. Wer alte Münzen verkaufen will, hat nicht automatisch hohe Einnahmen zu erwarten. Denn diese werden durch den numismatischen Wert der Münze bestimmt. Der Gehalt an Edelmetall spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger sind der Erhaltungsgrad, die Seltenheit und die aktuelle Marktlage für den Preis, den eine Münze erzielen kann.

Nach Katalogwert alte Münzen verkaufen

Wer eine kleine Sammlung geerbt hat oder auf irgendeine andere Weise ein paar alte Münzen angespart hat, wird sich in der Regel einen Münzkatalog kaufen, um den Wert der Münzen zu bestimmen. Münzkataloge gibt es für jedes Sammelgebiet, denn diese sind abgeschlossen und jede Emission ist bekannt. Die genaue Kenntnis, wann wo welche Münzen ausgegeben wurden, reicht zurück bis in die Antike. Entsprechend kann jeder Interessierte auch von den aktuellen Preisen Kenntnis erlangen und muss sich nicht auf die Aussagen von Fachleuten oder solchen, die sich dafür halten, verlassen. Der erste Blick in den Katalog wird den Besitzer der Münzen meist auch erfreuen, denn auch Stücke aus der jüngeren Vergangenheit können leicht mehrere Hundert Euro wert sein. Aber die Realität sieht anders aus. Im Münzhandel wird in der Regel nur ein Zehntel des Katalogwertes realisiert, weil das Angebot zu groß ist.

Die Zahl der Münzsammler ist im Sinken begriffen und das klassische Hobby hat heute längst nicht mehr die Ausbreitung wie noch vor 20 Jahren. Wer also bei einem Fachgeschäft alte Münzen verkaufen will, wird nicht einmal den zehnten Teil des Katalogwertes erhalten, weil der Händler selbst kaum mehr darüber hinaus realisieren kann. In vielen Fällen wird er den Ankauf ablehnen, weil einfach zu viele Münzen dieser Art angeboten werden. Wer meint, dass er mit Silberstücken von 5 Reichsmarkt aus dem 19. Jahrhundert echte Wertstücke anzubieten hätte, kann sich da schnell enttäuscht sehen. Ein Händlervergleich bringt nicht viel. Eventuell wird man bei einem anderen Händler mehr alte Münzen verkaufen, aber der Preis wird sich nicht signifikant ändern.

Auf Auktionen alte Münzen verkaufen

Bessere Preise erzielt man auf Auktionen. Zwar erreichen auch diese den Katalogwert längst nicht, aber die hier versammelten Interessenten reagieren auf günstige Angebote flexibler als Händler. Wer sich in Heimarbeit die Mühe macht, die verfügbaren Münzen interessant zusammenzustellen, zieht einen monetären Vorteil daraus. Ein so genanntes Lot kann viele „normale“ Münzen enthalten, unter denen sich aber auch ein paar seltene Stücke befinden, möglichst innerhalb eines bestimmten Sammelgebietes. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Sammler dieses Lot erwirbt, weil ihn die Raritäten reizen und der Rest ohnehin zu seinem Sammelgebiet passt. Jede Münze muss in einem exzellenten Zustand sein.


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