Handwerkliche Heimarbeit


In den letzten 30 Jahren hat die Heimarbeit einen deutlichen Wandel vollzogen. Das klassische Bild der handwerklich orientierten Heimarbeit ist dem Home-Office gewichen, der privaten Arbeitsstation von zu Hause über das Internet. PC und Telefon in der eigenen Wohnung sind zur Arbeitsausstattung geworden. Die neuen Arbeitsmöglichkeiten liegen im Internet.

Hier finden sich auch die meisten Angebote für Heimarbeit. Jedoch sind darunter erstaunlich viele traditionelle Arbeiten, die längst der Automatisierung zum Opfer gefallen sind. Das betrifft vor allem handwerkliche Heimarbeit wie Montagearbeiten für kleinteilige Geräte oder den Verpackungsbereich. Offenbar ist das Bild von der Heimarbeit immer noch so klassisch geprägt, dass viele Menschen solchen Offerten Glauben schenken und die handwerkliche Heimarbeit als gegeben nehmen – insbesondere, wenn sie noch einen netten Verdienst abwirft. Selbst wenn Anbieter eine finanzielle Vorleistung verlangen, werden die Interessente nicht stutzig. Schließlich klingt die Argumentation logisch und der bekannte Weg, erst das Material einzukaufen und danach die Produkte abzuliefern, wird als seriös eingestuft.

Vorsicht Falle!

Das aber ist sehr oft nicht der Fall, wenn es um handwerkliche Heimarbeit geht. Etliche Anbieter nutzen den Reiz der gemütlichen Heimarbeit aus, um Interessenten Geld für Montagesätze, Bauanleitungen oder Informationsmaterial abzunehmen. Am Ende bleiben die Käufer auf den georderten Sachen sitzen oder haben bereits eine größere Summe für eine kostenpflichtige Telefonberatung ausgegeben, wie etwa im allgemein bekannten Beispiel des Kugelschreiber Nebenjob. Wenn die handwerkliche Heimarbeit nur als Köder benutzt wird, um Interessenten zu einer Tätigkeit auf Provisionsbasis zu verleiten, ist das noch die harmlosere Variante. Um den Vertrieb von Produkten kann sich der Interessent auch im eigenen Interesse kümmern, z.B. um Produkte, die er als handwerkliche Heimarbeit herstellt.

Handwerkliche Heimarbeit in Eigenregie

Wenn ein handwerklich begabter Mensch seine Produkte selbst vermarktet, hat er wenigstens den Vorteil, die Art seiner Arbeit und die Vergütung selbst kalkulieren zu können. Mit handwerklichem Geschick kann man immer Geld verdienen. Allerdings muss man dabei auch ein paar kaufmännische Gesichtspunkte einbeziehen. Was und wie viel kann man mit den vorhandenen Kapazitäten herstellen, wie günstig ist die Materialversorgung und kann man auch einen Preis kalkulieren, der den Käufer wie den Produzenten zufrieden stellt. Vor allem muss die Marktlage recherchiert werden. Nicht alles, was man selbst gut findet, lässt sich auch gut verkaufen. Es kann durchaus sein, dass man sein Angebot auch umstellen muss. Für solche Erkenntnisse sind Besuche in Kunstgewerbeläden und auf den Websites von Souvenirherstellern oder Portalen, die selbst Gebasteltes anbieten, hilfreich. Auch ein Blick in die Verkaufssparten der Eigenproduzenten von eBay bringt viele Aufschlüsse.

Der letzte wichtige Schritt, um die eigene handwerkliche Heimarbeit in Geld umzusetzen, ist die Klärung der Vertriebskanäle. Dazu stellt man seine Produkte in Geschäften und auf Websites vor, die vom Charakter oder der Zielgruppe her in Frage kommen.


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