Hartz IV Zusatzverdienst in Heimarbeit


leeres Portemonnaie

Beim Hartz IV Zusatzverdienst gelten strenge Regeln. Schließlich übernimmt hier der Staat die Versorgungspflicht für einen Erwerbslosen, der sonst keine andere Möglichkeit hat. Erzielt der Empfänger von Hartz IV jedoch einen Zusatzverdienst, bedeutet das, dass es eigentlich durchaus auch andere Möglichkeiten zur Existenzsicherung für ihn gibt. Dann tritt der Staat aus der Versorgungspflicht aus. Das Modell ist noch nicht allzu lange in Gebrauch und ist daher immer wieder Veränderungen unterworfen. Zuletzt wurden die Vorschriften zum 1. Juli 2011 geändert.

Hartz IV Zusatzverdienst: Was ist erlaubt und was nicht?

Grundsätzlich richtet sich die bedarfsmindernde Anrechnung von Hartz IV Zusatzverdienst nach der Höhe des erzielten Einkommens. Es gilt ein Grundfreibetrag von 100 Euro im Monat. Dieser wird in keiner Weise angerechnet. Im Grundfreibetrag sind die Werbungskostenpauschale (15,33 Euro im Monat), die Beiträge für eine abgeschlossene Riester-Rente sowie weitere private Versicherungen und die Fahrtkosten enthalten.

Beträgt der Hartz IV Zusatzverdienst bis 1.000 Euro im Monat, bleiben 20 % anrechnungsfrei, zwischen 1.000 Euro und 1.200 Euro (bei Bedarfsgemeinschaften bis 1.500 Euro) sinkt dieser Betrag auf 10 %. Übersteigt das monatliche Einkommen 400 Euro, können die Fahrtkosten mit 0,20 Euro pro Kilometer abgesetzt werden, wenn die weiteren abzugsfähigen Beträge 100 Euro übersteigen. Mini-Jobs müssen, wie andere Beschäftigungsverhältnisse auch, der Sozialversicherung gemeldet werden

Schülerjobs (höchstens 4 Wochen während der Ferien) für in Ausbildung befindliche Jugendliche bis 25 Jahre ohne Ausbildungsvergütung bleiben bis 1.200 Euro im Jahr anrechnungsfrei.

Lohnt sich ein Hartz IV Zusatzverdienst überhaupt?

Generell sollte jeder Hartz IV Empfänger bemüht sein, über Zusatzverdienste den Kontakt zur Arbeitswelt zu halten bzw. wieder herzustellen. Wenn sich trotz aller Anstrengungen nur Mini-Jobs ergeben, ist der Aufwand hinsichtlich des Verdienstes allerdings wenig ertragreich. Die Jobs werden ohnehin schlecht entlohnt, erfordern oft mehr Zeitaufwand als die reine Arbeitsstundenzahl und fallen am Monatsende vielleicht nur mit 250 Euro ins Gewicht. Um eine Anschaffung zu machen, ist das vielleicht vorteilhaft – auf Dauer verbessert es die Lebenssituation jedoch nicht. Entweder sind die Möglichkeiten für einen Hartz IV Zuverdienst so begrenzt, dass ein Überschreiten der Freibeträge nicht lohnt, oder der Interessent arbeitet zielstrebig an der Verbesserung seiner Fähigkeiten, um wieder einen richtigen Job zu finden.

Hartz IV Zusatzverdienst: Ihre Möglichkeiten

In beiden Fällen empfiehlt sich Heimarbeit am PC, die den Aufwand senkt und das erlaubte Volumen hergibt. Desweiteren ist die Arbeit am PC immer eine gute Möglichkeit, die eigenen Erfahrungen zu vertiefen. Denn die wesentlichen Entwicklungen finden im IT-Bereich statt und weitreichende PC-Kenntnisse sind in jedem Beruf von Vorteil. So sichert der Hartz IV Empfänger einen Zusatzverdienst z.B. als Clickworker innerhalb der Freibeträge, und erweitert seine Kenntnisse bei bestimmten PC-Anwendungen. In jedem Falle kann dieses Verhalten jedoch nur eine Übergangssituation sein. Die Erfolge hier sollten Ansporn sein, auch den „echten“ Arbeitsmarkt wieder ins Visier zu nehmen.


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