Heimarbeit Österreich


Heimarbeit in Österreich

Heimarbeit wird auch in Österreich durch eine Heimarbeitsgesetz geregelt. Ähnlich dem deutschen Heimarbeitsgesetz sind die Arbeitnehmer in Heimarbeit in den Rechten ihren Kollegen in den Firmen gleichgestellt. Das Dienstverhältnis muss mit einem ordnungsgemäßen Arbeitsvertrag begründet und nach den geltenden Kündigungsgrundsätzen beendet werden. Die Frist für eine ausdrückliche Beendigung des Heimarbeitsverhältnisses beträgt mindestens eine Woche. Dann stehen dem Arbeitnehmer auch die Urlaubsentschädigung und falls vereinbart, eine Abfindung analog normalen Angestelltenverträgen zu. Wenn das Heimarbeitsverhältnis dadurch endet, dass der Arbeitnehmer sich weigert, die Heimarbeit fortzuführen, kann der Arbeitsgeber das Arbeitsverhältnis kündigen. Es endet dann 30 Tage nach Erledigung des letzten Auftrages.

Heimarbeit Österreich – welche Rechte haben die Arbeitnehmer?

Ab einem ununterbrochenen Beschäftigtenverhältnis als Heimarbeiter von sechs Monaten haben die Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub. Die bezahlte Freistellung für Pflege in der Familie beträgt maximal 6 Tage im Jahr. Heimarbeiter müssen keine Vorleistungen erbringen. Entsprechende Verträge sind unwirksam. Der Gesundheitsschutz gilt auch für die Heimarbeit. Die Produkte und Materialien, mit denen Heimarbeiter in Kontakt kommen, dürfen keine gesundheitsgefährdenden Substanzen enthalten.

Heimarbeit Österreich – wie wird Heimarbeit definiert?

Heimarbeit wird von Arbeitnehmern im Auftrag eines Unternehmens an einer selbst gewählten Arbeitsstätte (meist das eigene Heim) und zu selbst gewählten Zeiten realisiert. Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass der Zeitaufwand für die angeordneten Aufgaben die reguläre Arbeitszeit nicht übersteigt und zur Erledigung der Heimarbeit keine Nachtschichten oder Feiertagsarbeit notwendig sind. Über die Heimarbeit sind nachprüfbare Aufzeichnungen zu führen. In ihnen sind die Arbeitsinhalte, Leistungsnachweise, Arbeitszeiten und Entgelte festzuhalten. Im Normalfall wird dies durch einen Stücklohn erfüllt. Die Heimarbeit muss dem Arbeitsinspektorat gemeldet werden, dem die Überwachung der Schutzbestimmungen obliegt.

Als Heimarbeit gelten in Österreich die Herstellung, Bearbeitung und Verpackung von Waren. Damit ist auch die Heimarbeit Österreich noch an dem traditionellen Muster der Heimarbeit orientiert. Für die neuen medialen Formen der Heimarbeit gelten nur die allgemeinen Schutzbestimmungen.

Heimarbeit Österreich – die Verdienstgrenzen

Wer sein Haupteinkommen in Heimarbeit mit einem entsprechenden Dienstvertrag realisiert, unterliegt den allgemeinen Steuerbedingungen für Angestellte. Stellt die Heimarbeit einen Zuverdienst dar, so darf sie, um unversteuert zu bleiben, bestimmte Grenzen nicht übersteigen. Die Geringfügigkeitsgrenze beträgt 366,33 Euro. Wer mehr hinzu verdient, muss dies versteuern; für vorzeitig Pensionierte wird für die Zeit der Überschreitung dieses Wertes die Rente ausgesetzt. Bezieher einer Invaliditätspension oder einer Pension aus Gründen der Berufsunfähigkeit bekommen die Rente gekürzt, wenn das monatliche Gesamteinkommen über 973,63 Euro liegt. Beamte im Ruhestand können unbegrenzt dazu verdienen, müssen dies aber auch versteuern.

Berufstätige und Pensionäre können bis 730 Euro im Jahr dazu verdienen, ohne dafür Steuern zahlen zu müssen. Beträge darüber hinaus unterliegen der Steuerpflicht. Allerdings können dann auch alle mit dieser Tätigkeit in Zusammenhang stehenden Ausgaben abgesetzt werden.

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