Abzocker im Internet


Ist Network marketing eine seröse angelegenheit?

Das Internet bietet viele Informationen und Verdienstmöglichkeiten. Leider sind nicht alle Anbieter seriös. Einige legen es sogar bewusst darauf an, mit verlockenden Angaben Arbeitssuchende dazu zubringen, Ausgaben zu tätigen, ohne einen echten Gegenwert zu bieten. Oft genug ist es nur ein kleiner Klick, und der User hat ein Abo abgeschlossen, eine Bestellung getätigt oder unnütze Ratgeber erworben. Das Geld ist in der Regel weg, weil die Internet Abzocker so geschickt formulieren, dass man keine Rechtsansprüche geltend machen kann.

Internet Abzocker mit Abonnements

Der Abonnement-Verkauf, zu denen auch die verdeckten Kosten einer Website gehören, ist einer der beliebtesten Tricks. Denn hier dauert es in der Regel ein Jahr, bis man den ungewollten Service wieder los ist, und in dieser Zeit klingelt die Kasse des Verkäufers ständig. Die Zeitschrift Computerbild hat eine Liste der Abo-Fallen im Internet zusammengestellt, die Hunderte Adressen enthält und auf der Website der Zeitschrift einsehbar ist. Es geht von abc-routenplaner.com bis zuvielalkohol.com. Besonders niederträchtig ist das Spiel mit den Ängsten der Menschen. Wer akut nach einer Verdienstmöglichkeit sucht, läuft besonders leicht Gefahr, anstelle eines echten Jobs nur wertlose Tipps zu erhalten. Computerbild nennt hier allein 12 Portale, deren Adresse mit dem Begriff „Berufe“ beginnt.

Internet Abzocker mit E-Books

Ob E-Books das Geld wert sind, das man dafür bezahlt, ist keine Frage des Abzockens. Schließlich gibt es auch im klassischen Printbereich genügend Bücher, die wenig mehr erzählen, als man selbst schon weiß. Aber wenn E-Books der Schlüssel zu Jobs oder Erfolgsstrategien sein sollen, ist absolute Vorsicht geboten. Hier nutzen die Internet-Abzocker sogar eine gesetzliche Regelung, die elektronische Ware von Rückforderungen freistellt.

Am Beispiel der GLOBALFX Website kann man sehen, wie es funktioniert. Auch das ZDF berichtete darüber. Die Interessenten werden mit Verdienstversprechen zu einem nicht näher erläuterten Heimservice gelockt, bis sie das Informationsmaterial „nebenberuflich“ für 40 Euro oder „hauptberuflich“ für 90 Euro erworben haben. Es enthält ein Akquise Modell, das man nur mit viel gutem Willen als Heimservice-Job bezeichnen kann. Da der Kaufvertrag über ein E-Books läuft und nicht Geld für die Vermittlung eines Jobs gezahlt wurde, ist es nicht einklagbar.

Internet Abzocker mit versteckten Preisangaben

Auf vielen Seiten im Web kann man Horoskope lesen – ein kostenloser Spaß, den man gern mal mitnimmt. Wer allerdings auf die Website sternenhoroskop.de gerät, erhält hier den Blick in die Zukunft zu teuren Preisen. Das Magazin Chip bemängelt, dass es einen deutlichen Hinweis auf die Kostenpflichtigkeit nicht gibt. Stattdessen sind die monatlichen Kosten in kleinster Schrift auf grauem Fond ausgewiesen. Eine gute Lesbarkeit sieht anders aus, und genau darauf setzen Internet Abzocker.

Zwar ist eine Gesetzesvorlage der EU in Arbeit, die Internetanbieter verpflichtet, neben dem Bestellbutton ebenso deutlich auf die Kosten hinzuweisen. Bis dahin jedoch muss jeder User mühsam die Seiten absuchen, ob sich nicht doch irgendwo versteckte Hinweise finden.


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