Statist werden


Filmdreh als Nebenjob

Als Statist in Film- oder Fernsehproduktionen zu spielen, ist für viele Menschen interessant. Man kann die Filmluft schnuppern, zusehen, wie es am Set zugeht, und die Stars ganz aus der Nähe erleben. Manchmal tritt man sogar gemeinsam mit ihnen in einer Szene auf. Statist werden ist auf jeden Fall eine der interessantesten Nebenverdienstmöglichkeiten. Man braucht dazu keine Ausbildung und kann jederzeit in den Job einsteigen.

Statist werden – wie sind die Chancen?

Deutschland ist ein klassisches TV- und Filmland, d.h. hier sind überdurchschnittlich viele Produktionen angesiedelt. Allein der Fernsehmarkt mit den vielen daily soaps und reality tv hat einen großen Bedarf an Statisten. Aber auch als Filmland ist der Standort Deutschland interessant. Nicht nur einheimische, sondern auch ausländische Produktionsfirmen sind hier ständig zugange. In Medienstädten wie Berlin, Köln, Hamburg oder München kann fast täglich einen Außendreh erleben. Gesucht werden auch nicht nur jugendliche Statisten, sondern Bedarf gibt es in allen Altersgruppen. Statist werden kann jeder. Natürlich ist es günstig, wenn man in der Nähe eines Medienstandorts wohnt. Denn lange Anfahrten sprechen gegen die Flexibilität des Statisten.

Wie kann man Statist werden?

Der Weg ist sehr einfach. Am besten, man bewirbt sich bei so vielen Casting- oder Produktionsfirmen wie möglich. Die findet man im Internet unter den entsprechenden Suchwörtern oder in jedem Branchenbuch. Auch wer sich an die TV-Sender wendet, wird in der Regel sachdienlich weitergereicht. Für die Bewerbung reichen zwei Bilder (Porträt und Ganzkörper) sowie einige Aussagen zur Person völlig aus. Wer über besondere Talente verfügt, kann die gern angeben. In der Regel aber wird nach vorgegebenen Typen gecastet und nicht nach den Fähigkeiten der Statisten. Wenn längere Zeit nichts von den Stellen zu hören ist, bei denen man sich beworben hat, hilft Nachfragen immer. Dann zeigt man, dass man auch wirklich interessiert ist.

Was muss man als Statist tun?

Die Aufgaben sind einfach: bestimmte Positionen in Filmbildern einnehmen, in einem bestimmten Tempo durch die Szene laufen oder Aktionen in einer Gruppe durchführen – was der Statist zu tun hat, wird ihm vor jeder Szene genau gesagt. Die Haupttätigkeit aber besteht im Warten und ständig verfügbar sein. Denn kaum eine Szene geht in der ersten Fassung durch. Filmproduktionen sind zuweilen auch sehr abhängig von äußeren Faktoren wie Wetter, Genehmigungen oder der Terminlage von Gastdarstellern. Dann muss auch schon einmal improvisiert oder ein Drehtag komplett verschoben werden. Wer Statist werden will, muss sich erstens mit einem langen Drehtag (in der Regel 10 Stunden) und zweitens mit ständigen Änderungen abfinden können.

Wie ist der Verdienst?

Als generelle Maßgabe gelten 50 Euro am Tag. Dieses Honorar kann sich nach unten entwickeln, wenn es um TV-Produktionen mit einem geringeren Budget geht. Meist kann man aber hier gleich mehrere Drehtage ergattern. Filmproduktionen gehen in der Regel nicht unter 50 Euro für Statisten; ausländische Filmproduzenten zahlen dazu oft besser als die Einheimischen.

Bildquelle: 1


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Ein Kommentar
  • Sophie

    21/05/2011 11:44

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