Steuerabgaben beim Zweitjob


Schreiben von zu Hause aus

Immer mehr Arbeitnehmer erzielen mit einem Zweitjob zusätzliche Einnahmen. Der Trend wurde ausgelöst durch die Schaffung der Minijobs und das 400-Euro-Job-Modell. Damit wird es Unternehmen leichter gemacht, solche Jobs ohne Lohnnebenkosten zu vergeben. Für Arbeitnehmer ist es ein angenehmer Effekt, ohne Versicherungs- und Steuerprobleme im geringen Maße etwas hinzu verdienen zu können, da der Zweitjob so steuerfrei bleibt. Aber der Zuverdienst für einen Vollbeschäftigten kann auch weit erheblicher ausfallen, wenn er als selbstständige Tätigkeit oder als Gewerbe realisiert wird. Von den Zweitjob Steuern muss er sich dabei nicht schrecken lassen.

Zweitjob Steuern bei selbstständiger Tätigkeit

Der Vorteil einer selbstständigen Tätigkeit ist, dass die Einnahmen aus einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung ermittelt werden. Wer nach Feierabend beispielsweise Zeitungsartikel schreibt, als Partyfotograf unterwegs ist oder bezahlte Vorträge hält, kann alle Aufwendungen, die zu dieser Tätigkeit notwendig sind, von den Einnahmen abziehen. Arbeitsmittel, Kommunikationskosten oder Geräte wie PC und Drucker. Damit bleibt der Zweitjob in der Regel steuerfrei, wenn nach Abzug aller Ausgaben 800 Euro Einnahmen nicht überschritten werden. Wenn in den Anlaufjahren sogar noch Verluste entstehen, kann man die noch auf den Hauptjob umlegen und steuermindernd geltend machen.
Bei gewerblicher Tätigkeit wie etwa Schmuck herstellen und verkaufen oder Reparaturleistungen ist das Prinzip ähnlich. Für jede Tätigkeitsart gibt es auf dem Steuerformular getrennte Sparten, aber in der Endabrechnung werden Gewinne und Verluste aus allen Bereichen zusammen gezogen.

Zweitjob steuerfrei – nicht überziehen

Kommen nach vier Jahren immer noch keine Zweitjob Steuern zusammen, sollte die Tätigkeit aufgegeben werden. Denn dann muss das Finanzamt davon ausgehen, dass es sich bei der angezeigten Tätigkeit nur um ein Hobby handelt. In einem solchen Fall kann die Rückzahlung aller gewährten Steuervorteile gefordert werden, und das rückwirkend bis 30 Jahre. Auch der jahrelange Nachweis eines Jahresverdienstes im Zweitjob von 800 Euro kann davor nicht schützen. Deswegen besser nicht überziehen und rechtzeitig das Steuersparmodell aus dem Verkehr nehmen.

Zweitjob steuerfrei – im Dienste der Allgemeinheit

Diese Vorteile sind völlig legal und der Gesetzgeber begünstigt nicht nur Verluste. Er hat auch ein Herz für mildtätige Organisationen und deren Mitarbeiter. Tätigkeiten in Vereinen oder bei Bildungsträgern verursachen bis 3.600 Euro Jahr keine Zweitjob Steuer, wenn der Arbeitgeber als gemeinnützig oder als Kirche anerkannt ist. Die mildtätige oder konfessionelle Orientierung der Organisation wird auf den Arbeitnehmer übertragen. Das Beispiel zeigt, dass der Zweitjob nicht von vorn herein das Steueramt über Gebühr anlockt.

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